Verzögerung durch Straßensperren

vom 17.10.2026
Kategorie: Tourenberichte

Auch am vergangenen Sonntag waren unsere drei Touren wieder in München unterwegs, um obdachlose und bedürftige Menschen mit warmen Mahlzeiten, Lebensmitteln und vielen weiteren wichtigen Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen.

Doch diesmal war einiges anders als gewohnt!

Der München Marathon und die damit verbundenen zahlreichen Straßensperrungen stellten unsere Teams vor große logistische Herausforderungen. Besonders die Fahrt nach Giesing gestaltete sich schwierig, sodass die Ausgabe der warmen Mahlzeiten dort erst gegen 13 Uhr beginnen konnte. Unsere Gäste waren jedoch bestens informiert, zeigten großes Verständnis und warteten geduldig auf uns.

Auch am Kidlerplatz ist aufgrund der laufenden Umbauarbeiten rund um den Platz jede Woche aufs Neue Kreativität gefragt. Wo können unsere Fahrzeuge stehen? Wie stellen wir die Tische auf? Und wie organisieren wir die Ausgabe am besten?

Was uns dabei besonders freut: Unsere Gäste denken mit, packen mit an und bringen eigene Ideen ein. Aus Menschen, die zu uns kommen, um Unterstützung zu erhalten, werden für einen Moment selbst aktive Helfer. Genau das macht unsere Arbeit so besonders. Bei uns geht es nicht nur ums Geben und Nehmen, sondern um Gemeinschaft, Begegnungen und gegenseitige Wertschätzung.

Ein besonders berührender Moment erwartete eines unserer Teams an der zweiten Ausgabestelle: Eine unserer Besucherinnen überraschte die gesamte Mannschaft mit Lebkuchenherzen. Eine liebevolle Geste, die uns einmal mehr gezeigt hat, wie viel unsere sonntäglichen Besuche für die Menschen bedeuten.

An allen Stationen herrschte eine friedliche, herzliche und ausgelassene Stimmung. Viele vertraute Gesichter waren wieder dabei, die Freude über unsere warmen Mahlzeiten war groß. Besonders die Würstchen mit Kartoffeln, die Linsen und der Nudelsalat kamen hervorragend an.

Trotz aller Hindernisse konnten wir dank guter Absprachen und spontaner Umorganisation sicherstellen, dass unsere Gäste versorgt wurden. Am Ende waren die Töpfe und Kisten leer und viele Menschen satt und glücklich.

Was bleibt, ist einmal mehr die Erkenntnis: Es geht um so viel mehr als eine warme Mahlzeit.

Es geht um Verlässlichkeit, Vertrauen, Menschlichkeit und das Gefühl, nicht vergessen zu werden.

Ein riesengroßes Dankeschön an unsere großartigen ehrenamtlichen Teams, die auch unter schwierigen Bedingungen mit Herzblut, Flexibilität und Zusammenhalt dafür sorgen, dass unsere Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.

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