
Auch am vergangenen Sonntag waren unsere Teams wieder an unseren fünf Versorgungsstationen in München unterwegs, um Menschen mit warmen Mahlzeiten, Lebensmitteln, Kleidung und weiteren dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.
Und eine Entwicklung setzt sich fort: Die Zahl unserer Gäste steigt. Besonders auffällig ist für uns, dass immer mehr ältere Menschen den Weg zu unseren Ausgabestellen finden. Rentnerinnen und Rentner, Menschen, die Flaschen sammeln oder mit einem sehr kleinen monatlichen Budget auskommen müssen und für die eine warme Mahlzeit und einige gerettete Lebensmittel eine spürbare Entlastung bedeuten.
Gleichzeitig merken auch wir als gemeinnütziger und vollständig spendenfinanzierter Verein, dass nahezu alles teurer wird.
Ein ganz wesentlicher Punkt sind dabei die Spritkosten. Unsere Fahrzeuge sind für unsere Arbeit nicht einfach nur praktisch. Sie sind unverzichtbar. Mit ihnen holen wir an mehreren Tagen in der Woche Lebensmittel ab, transportieren große Mengen an Hilfsgütern und bringen sonntags warme Mahlzeiten, Getränke, Kleidung und Lebensmittel zu unseren fünf Versorgungsstationen in München.
Ohne unsere Fahrzeuge könnten wir diese Hilfe in dieser Form nicht leisten.
Gleichzeitig retten wir inzwischen jede Woche mehrere Tonnen Lebensmittel, die ansonsten entsorgt werden müssten. Und die Mengen werden nicht kleiner. Immer wieder stehen wir vor Kisten voller Obst und Gemüse, Backwaren, Molkereiprodukte und anderer einwandfreier Lebensmittel und stellen uns dieselbe Frage: Wie kann es sein, dass so viele noch einwandfreie Lebensmittel keine Abnehmer mehr finden?
Auch hier beobachten wir Veränderungen. Wenn der Lebensunterhalt teurer wird und Menschen beim Einkauf stärker rechnen müssen, verändert sich zwangsläufig auch das Kaufverhalten. Was in den Geschäften nicht verkauft wird, landet schließlich im Müll oder bei Organisationen wie uns und wir setzen alles daran, möglichst viel davon vor der Entsorgung zu bewahren und sinnvoll weiterzugeben.
So entsteht eine schwierige Entwicklung: Wir retten mehr Lebensmittel, wir versorgen mehr Menschen und gleichzeitig steigen auch für uns die Kosten, um genau diese Hilfe leisten zu können.
Hinzu kommt, dass auch Spendenbereitschaft keine Selbstverständlichkeit ist. Wenn Menschen selbst stärker auf ihre Ausgaben achten müssen, spüren das auch gemeinnützige Organisationen. Für uns wird es dadurch zunehmend schwieriger, langfristig zu kalkulieren.
Und trotzdem fahren unsere Fahrzeuge weiter.
Jeden Sonntag. Zu jeder unserer fünf Versorgungsstationen. Bei jedem Wetter. 52 Wochen im Jahr.
Denn hinter jeder Tour stehen Menschen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind. Und solange wir es irgendwie möglich machen können, werden wir auch weiterhin Lebensmittel retten, unsere Fahrzeuge beladen und dort sein, wo unsere Hilfe gebraucht wird.
Ein großes Dankeschön an unser gesamtes Team und an alle Menschen, die mit ihrer Unterstützung dafür sorgen, dass wir diese Arbeit Woche für Woche leisten können.
Und ganz besonders möchten wir uns bei unseren Spenderinnen, Spendern und Unterstützern bedanken, die uns auch in Zeiten steigender Kosten weiterhin die Treue halten. Gleichzeitig gilt unser Dank genauso all jenen, die uns vielleicht nicht mehr in dem Umfang unterstützen können, wie sie es einmal getan haben. Wir wissen, dass auch für Euch das Leben teurer geworden ist, und deshalb ist keine Unterstützung für uns selbstverständlich. Umso dankbarer sind wir für jeden Einzelnen, der an unserer Seite bleibt, ganz gleich, auf welche Weise.







